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Cannabis Lexikon

49 Fachbegriffe aus dem Grow in einfachen Worten erklärt: von Autoflower bis VPD, damit du jeden Ratgeber ohne Vorwissen verstehst.

Überblick

Das Cannabis Lexikon für Einsteiger

In unserem Cannabis Lexikon findest du die Fachbegriffe, die dir in unseren Ratgebern immer wieder begegnen, jeweils in zwei bis vier Sätzen erklärt. Stößt du in einem Artikel auf ein unbekanntes Wort wie Stomata, EC-Wert oder Trichome, führt dich der Link direkt zur passenden Erklärung hier.

Wo es zu einem Begriff einen ausführlichen Ratgeber oder einen passenden Rechner gibt, verlinken wir ihn direkt unter der Erklärung. Das Cannabis Lexikon wächst mit: Neue Begriffe kommen dazu, sobald sie in unseren Artikeln auftauchen.

Der PlantMentor erklärt Grow-Begriffe
PlantMentor Tipp

Du musst nicht jeden Begriff auswendig kennen. Merk dir vor allem pH-Wert, EC-Wert und VPD, damit lassen sich die meisten Probleme im Grow schon erklären.

A

Aktivkohlefilter (Geruchsfilter für die Abluft)
Ein Aktivkohlefilter ist ein Rohr, das mit Aktivkohle gefüllt ist und am Abluftsystem deiner Growbox sitzt. Die Luft wird durch den Filter gesaugt, und die Kohle bindet dabei die Geruchsstoffe. So riecht die Luft, die aus deiner Box kommt, kaum noch nach Cannabis. Da die Kohle mit der Zeit gesättigt ist, musst du den Filter regelmäßig austauschen. Mehr dazu →
Autoflower
Autoflower-Sorten beginnen unabhängig vom Lichtzyklus nach einigen Wochen automatisch zu blühen. Diese Eigenschaft stammt aus der Unterart Cannabis ruderalis. Vom Samen bis zur Ernte vergehen meist nur 8 bis 12 Wochen, und du musst das Licht nicht auf 12/12 umstellen. Mehr dazu →

B

Blütephase
In der Blütephase bildet deine Pflanze die Blüten (Buds). Bei photoperiodischen Sorten startet sie, sobald du auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit umstellst, und dauert je nach Sorte etwa 7 bis 10 Wochen, bei manchen Sativas auch länger. Mehr dazu →
Botrytis (Grauschimmel)
Botrytis cinerea ist der Pilz hinter dem Grauschimmel. Er befällt vor allem dichte Blüten von innen heraus, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Typisch sind grauer, flauschiger Belag und braune, matschige Stellen im Bud. Mehr dazu →

C

CalMag
CalMag ist ein Zusatzdünger aus Calcium und Magnesium. Du brauchst ihn vor allem bei Kokos-Substrat, Osmosewasser oder sehr weichem Leitungswasser, weil dort wenig Calcium und Magnesium ankommt. Mehr dazu →
Cannabinoide
Cannabinoide sind die Wirkstoffgruppe der Cannabispflanze, die bekanntesten sind THC und CBD. Die Pflanze bildet sie vor allem in den Trichomen auf Blüten und Zuckerblättern.
Chlorophyll
Chlorophyll ist der grüne Blattfarbstoff, mit dem die Pflanze Licht für die Photosynthese einfängt. Magnesium sitzt im Zentrum des Moleküls und Stickstoff ist ein wichtiger Baustein. Fehlt einer der beiden, werden die Blätter heller.
Chlorose
Als Chlorose bezeichnet man hell- oder gelbgrüne Blätter, weil zu wenig Chlorophyll gebildet wird. Wo sie auftritt, verrät die Ursache: an alten oder jungen Blättern, flächig oder nur zwischen den Blattadern. Mehr dazu →
Curing
Curing ist das Nachreifen der getrockneten Blüten in luftdichten Gläsern über mehrere Wochen. Durch regelmäßiges kurzes Lüften baut sich Restchlorophyll ab, Aroma und Geschmack werden runder. Mehr dazu →

D

Defoliation
Bei der Defoliation entfernst du gezielt große Fächerblätter, damit mehr Licht und Luft ins Innere der Pflanze kommt. In Maßen fördert das die unteren Blüten, zu viel davon stresst die Pflanze. Mehr dazu →
DLI (Daily Light Integral)
Der DLI ist die gesamte Lichtmenge, die deine Pflanze an einem Tag bekommt, gemessen in mol/m² pro Tag. Er ergibt sich aus der Lichtstärke (PPFD) und der Beleuchtungsdauer. In der vegetativen Phase sind etwa 28 bis 40 mol/m² pro Tag ein guter Bereich. Zum Rechner →
Dunkelphase
Die Dunkelphase sind die lichtlosen Stunden im Tageszyklus. In der Blüte photoperiodischer Sorten muss sie ununterbrochen sein, denn schon Lichtlecks können die Blüte stören oder Zwitterbildung auslösen. Mehr dazu →
DWC (Deep Water Culture)
DWC steht für Deep Water Culture und ist eine einfache Form der Hydroponik. Die Wurzeln hängen dabei dauerhaft in einer Nährlösung statt in Erde. Eine Luftpumpe mit Sprudelstein versorgt das Wasser ständig mit Sauerstoff, damit die Wurzeln nicht faulen. Temperatur und Sauerstoff im Wasser solltest du deshalb im Blick behalten. Mehr dazu →

E

EC-Wert
Der EC-Wert (elektrische Leitfähigkeit) zeigt in mS/cm, wie viele Nährsalze in deinem Gießwasser gelöst sind, und damit, wie stark du düngst. Ist er zu hoch, drohen Nährstoffbrand und Salzstau, ist er zu niedrig, Mangelerscheinungen. Mehr dazu →

F

Flushing
Beim Flushing spülst du das Substrat mit reichlich klarem, pH-angepasstem Wasser durch, um angesammelte Düngersalze auszuwaschen, etwa nach einer Überdüngung. Ob ein Flush kurz vor der Ernte den Geschmack verbessert, ist unter Growern umstritten. Mehr dazu →

H

HST (High Stress Training)
HST fasst Trainingsmethoden zusammen, bei denen du die Pflanze bewusst leicht verletzt, zum Beispiel Topping oder Super Cropping. Sie können den Ertrag steigern, die Pflanze braucht danach aber einige Tage Erholung. Mehr dazu →
Hydroponik
Bei der Hydroponik wachsen die Wurzeln ohne Erde, direkt in Nährlösung oder in einem inerten Medium wie Blähton oder Steinwolle. Die Pflanzen wachsen oft schneller, dafür musst du pH- und EC-Wert sehr genau im Blick behalten. Mehr dazu →

I

Indica und Sativa
Indica steht für kompakte Pflanzen mit breiten Blättern und kürzerer Blüte, Sativa für hohe, schlanke Pflanzen mit schmalen Blättern und längerer Blüte. Die meisten heutigen Sorten sind Hybride aus beiden. Mehr dazu →
Internodien
Internodien sind die Abschnitte am Stamm zwischen zwei Blattknoten (Nodien). Werden sie auffällig lang, streckt sich die Pflanze meist nach Licht, weil die Lampe zu schwach oder zu weit weg ist. Mehr dazu →

K

Kokos (Kokossubstrat)
Kokossubstrat besteht aus zerkleinerten Kokosfasern. Es ist luftig und speichert Wasser gut, bringt aber fast keine Nährstoffe mit. Deshalb düngst du von Anfang an und gibst meist CalMag dazu. Mehr dazu →

L

Lollipopping
Beim Lollipopping entfernst du die unteren, schattigen Triebe und Blätter. Die Pflanze steckt ihre Energie dann in die oberen Blüten, die genug Licht bekommen, und unten bleibt es luftiger. Mehr dazu →
LST (Low Stress Training)
Beim LST biegst und bindest du die Äste sanft nach unten, ohne sie zu verletzen. So entsteht ein flaches, gleichmäßig beleuchtetes Blätterdach mit mehreren gleich hohen Blütenspitzen. Mehr dazu →

M

Makro- und Mikronährstoffe
Makronährstoffe braucht deine Pflanze in großen Mengen: Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie Calcium, Magnesium und Schwefel. Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Bor und Molybdän reichen in Spuren, fehlen darf aber keiner davon. Mehr dazu →
Mehltau
Echter Mehltau ist ein Pilz, der einen weißen, mehligen Belag auf den Blattoberseiten bildet, der sich abwischen lässt. Er breitet sich vor allem bei stehender Luft und großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht aus. Mehr dazu →
Mobile und immobile Nährstoffe
Mobile Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium kann die Pflanze aus alten in neue Blätter umlagern, ein Mangel zeigt sich deshalb zuerst unten. Immobile Nährstoffe wie Calcium, Eisen, Zink und Bor bleiben, wo sie sind, ihr Mangel zeigt sich an den jungen Blättern oben. Mehr dazu →
Mutterpflanze
Eine Mutterpflanze ist eine weibliche Pflanze, die du dauerhaft in der Wachstumsphase hältst, statt sie blühen zu lassen. Von ihr schneidest du regelmäßig Stecklinge, auch Klone genannt. Diese sind genetisch identisch mit der Mutter und übernehmen ihre Eigenschaften. So kannst du eine Sorte, die dir gefällt, immer wieder anbauen. Mehr dazu →
Mykorrhiza
Mykorrhiza ist eine Partnerschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen. Das Pilzgeflecht vergrößert die Wurzeloberfläche, die Pflanze nimmt dadurch Wasser und Nährstoffe, vor allem Phosphor, besser auf und bekommt im Gegenzug Zucker ab. Mehr dazu →

N

Nährstoffsperre (Lockout)
Bei einer Nährstoffsperre sind genug Nährstoffe im Substrat, die Wurzeln können sie aber nicht aufnehmen, meist wegen eines falschen pH-Werts oder zu vieler Salze. Die Pflanze zeigt Mangelsymptome, mehr Dünger macht es dann nur schlimmer. Mehr dazu →
NPK
NPK steht für die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Auf Düngern findest du ihr Verhältnis als drei Zahlen, zum Beispiel 3-1-2. In der Wachstumsphase ist mehr Stickstoff gefragt, in der Blüte mehr Phosphor und Kalium. Mehr dazu →

P

Perlite (Substratzusatz aus Vulkangestein)
Perlite sind kleine, weiße Körnchen aus aufgeblähtem Vulkangestein, die du unter deine Erde mischst. Sie machen das Substrat lockerer und luftiger, sodass überschüssiges Wasser besser abfließen kann. So bekommen die Wurzeln mehr Sauerstoff und Staunässe wird vorgebeugt. Perlite selbst liefert keine Nährstoffe, sondern verbessert nur die Struktur des Bodens. Mehr dazu →
pH-Wert
Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch Gießwasser und Substrat sind. Er entscheidet, welche Nährstoffe die Wurzeln aufnehmen können. Als Richtwert gelten 6,0 bis 7,0 in Erde, 5,8 bis 6,3 in Kokos und 5,5 bis 6,1 in Hydro. Mehr dazu →
Photoperiodische Sorten
Photoperiodische Sorten beginnen erst zu blühen, wenn die Tage kürzer werden, also bei höchstens etwa 12 Stunden Licht. Indoor steuerst du das über den Lichtzyklus, typisch sind 18/6 im Wachstum und 12/12 in der Blüte. Das Gegenstück sind Autoflower-Sorten. Mehr dazu →
Photosynthese
Bei der Photosynthese stellt die Pflanze aus Licht, CO2 und Wasser Zucker her, ihren Treibstoff fürs Wachstum. Nebenbei entsteht Sauerstoff. Wie schnell sie läuft, hängt von Licht, Temperatur, CO2-Gehalt und ausreichend Wasser ab.
Pistillen (Blütenhärchen)
Pistillen sind die feinen Härchen der weiblichen Blüte, die Pollen auffangen sollen. Mit zunehmender Reife färben sie sich von weiß zu orange oder braun. Für den genauen Erntezeitpunkt sind die Trichome aber verlässlicher. Mehr dazu →
PPFD
PPFD gibt in µmol/m² pro Sekunde an, wie viel für die Photosynthese nutzbares Licht tatsächlich an deiner Pflanze ankommt. Anders als Lumen misst er genau das Licht, das Pflanzen verwerten können. Mehr dazu →
Pythium
Pythium ist ein pilzähnlicher Erreger (Eipilz), der Wurzelfäule verursacht. Befallene Wurzeln werden braun und schleimig. Er breitet sich vor allem bei Staunässe und warmem, sauerstoffarmem Wasser aus. Mehr dazu →

R

RO-Wasser (Osmosewasser)
RO steht für Reverse Osmosis, also Umkehrosmose. Dabei wird Leitungswasser durch eine sehr feine Membran gefiltert, die fast alle gelösten Mineralien zurückhält. Weil dem Wasser dadurch auch Kalzium und Magnesium fehlen, setzen viele Grower ein Cal-Mag-Präparat zu. Den pH-Wert kannst du mit RO-Wasser genauer einstellen, er schwankt aber auch schneller. Mehr dazu →
Runoff (Drainwasser)
Runoff ist das Wasser, das beim Gießen unten aus dem Topf läuft. Es zeigt, dass du richtig durchgegossen hast, und lässt sich messen: Ein deutlich höherer EC-Wert als im Gießwasser deutet auf Salzstau im Substrat hin. Mehr dazu →

S

Staunässe
Staunässe entsteht, wenn Wasser im Wurzelbereich stehen bleibt und nicht abfließen kann. Die Wurzeln bekommen dann keinen Sauerstoff mehr, die Blätter hängen, und es droht Wurzelfäule. Mehr dazu →
Stomata (Spaltöffnungen)
Stomata sind winzige Poren, vor allem auf der Blattunterseite. Über sie nimmt die Pflanze CO2 auf und gibt Sauerstoff und Wasserdampf ab. Bei Hitze oder sehr trockener Luft schließt sie die Stomata, um Wasser zu sparen, dadurch verlangsamt sich auch die Photosynthese.
Stretch
Als Stretch bezeichnet man das starke Längenwachstum in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Umstellung auf 12/12. Die Pflanze kann dabei ihre Höhe verdoppeln, Sativa-lastige Sorten sogar noch mehr. Plane den Platz nach oben deshalb vorher ein. Mehr dazu →

T

Terpene
Terpene sind die Duft- und Aromastoffe der Pflanze, zum Beispiel Myrcen oder Limonen. Sie entstehen wie die Cannabinoide in den Trichomen und prägen Geruch und Geschmack. Da sie hitzeempfindlich sind, lohnt sich schonendes Trocknen. Mehr dazu →
Topping
Beim Topping schneidest du die Spitze des Haupttriebs ab. Die Pflanze bildet daraufhin zwei neue Haupttriebe und wächst buschiger statt nur in die Höhe. Mehr dazu →
Transpiration
Transpiration ist die Verdunstung von Wasser über die Stomata. Sie wirkt wie eine Pumpe, die Wasser und gelöste Nährstoffe von den Wurzeln nach oben zieht. Wie stark sie ist, hängt vor allem von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab, zusammengefasst im VPD.
Trichoderma (nützliche Bodenpilze)
Trichoderma ist eine Gattung von Pilzen, die natürlicherweise im Boden vorkommt und für deine Pflanzen nützlich ist. Sie besiedeln den Wurzelbereich und machen schädlichen Pilzen den Platz und die Nahrung streitig. Deshalb werden Produkte mit Trichoderma vor allem vorbeugend eingesetzt, etwa gegen Wurzelfäule oder Grauschimmel. Ein bereits starker Befall lässt sich damit allein meist nicht mehr in den Griff bekommen.
Trichome
Trichome sind winzige Harzdrüsen auf Blüten und Zuckerblättern, in denen Cannabinoide und Terpene entstehen. An ihrer Farbe, von klar über milchig bis bernsteinfarben, erkennst du mit einer Lupe den richtigen Erntezeitpunkt. Mehr dazu →

V

Vegetationsphase
In der Vegetationsphase wächst deine Pflanze in Blätter, Äste und Wurzeln und baut das Gerüst für die spätere Blüte auf. Photoperiodische Sorten hältst du dafür meist bei 18 Stunden Licht am Tag. Mehr dazu →
VPD (Dampfdruckdefizit)
Der VPD fasst Temperatur und Luftfeuchtigkeit in einem Wert (kPa) zusammen und zeigt, wie stark die Luft Wasser aus den Blättern zieht. Als Richtwerte gelten etwa 0,4 bis 0,8 kPa für Keimlinge, 0,8 bis 1,2 kPa im Wachstum und 1,0 bis 1,6 kPa in der Blüte. Zum Rechner →

Z

Zwitter (Hermaphrodit)
Ein Zwitter ist eine weibliche Pflanze, die zusätzlich männliche Pollensäcke bildet, meist ausgelöst durch Stress wie Lichtlecks oder durch die Genetik. Die Pollen bestäuben die Blüten, und es entstehen Samen in den Buds. Mehr dazu →