Anbau Guide

Licht richtig einsetzen

Die richtige Cannabis Beleuchtung entscheidet über Wachstum und Ertrag: LED vs. HPS, PPFD, Lichtzyklen und der richtige Abstand — so versorgst du deine Pflanzen mit dem Licht, das sie wirklich brauchen.

Überblick

Cannabis Beleuchtung ist der Motor des Wachstums

Cannabis ist eine Kurztagspflanze — sie reagiert extrem sensibel auf Lichtstunden und Lichtintensität. Die richtige Cannabis Beleuchtung entscheidet Indoor durch die Wahl deiner Lampe, den Abstand und den Lichtzyklus über Wachstumsgeschwindigkeit, Blütezeitpunkt und letztlich die Qualität der Ernte.

Bei der Lampenwahl stehen sich heute meist LED und HPS gegenüber: LED verbraucht weniger Strom, erzeugt weniger Wärme und lässt sich näher an der Pflanze platzieren, während HPS traditionell günstiger in der Anschaffung ist, aber mehr Hitze abgibt und zusätzliche Kühlung braucht. Entscheidender als die Technologie ist aber der PPFD-Wert — er gibt an, wie viel nutzbares Licht tatsächlich auf Blatthöhe ankommt.

Der Lichtzyklus steuert direkt die Wachstumsphase: 18 Stunden Licht (18/6) halten die Pflanze in der vegetativen Phase, die Umstellung auf 12 Stunden Licht (12/12) löst die Blüte aus. Wichtig dabei: Auch minimale Lichteinstrahlung während der Dunkelphase kann die Blüte stören oder Zwitterbildung auslösen — die Dunkelphase muss wirklich dunkel sein.

Der richtige Lichtabstand ist ein ständiger Balanceakt: Zu nah verursacht Lichtverbrennung, zu weit verschwendet Lichtintensität und verlangsamt das Wachstum. Nutze unseren PPFD-Rechner, um für deine Lampe und Zeltgröße den optimalen Abstand zu berechnen.

Der PlantMentor
PlantMentor Tipp

Mehr Licht ist nicht immer besser. Eine LED zu nah an der Pflanze verursacht Lichtverbrennung, auch wenn die Temperatur stimmt. Orientiere dich an PPFD-Werten, nicht nur an Wattzahlen — die sagen wenig über die tatsächliche Lichtintensität aus.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Cannabis Beleuchtung

LED oder HPS — welche Beleuchtung ist besser für Cannabis?

LED ist heute meist die bessere Wahl: geringerer Stromverbrauch, weniger Wärmeentwicklung und einfachere Handhabung bei ähnlichen oder besseren Erträgen. HPS ist günstiger in der Anschaffung, erzeugt aber deutlich mehr Hitze, die zusätzlich abgeführt werden muss.

Was ist PPFD und warum ist es wichtiger als Watt?

PPFD (Photosynthetic Photon Flux Density) misst, wie viel nutzbares Licht tatsächlich auf Blatthöhe ankommt — Wattzahlen sagen dagegen nur etwas über den Stromverbrauch aus, nicht über die tatsächliche Lichtintensität. Zwei Lampen mit gleicher Wattzahl können völlig unterschiedliche PPFD-Werte liefern.

Wie viele Stunden Licht braucht Cannabis pro Tag?

In der vegetativen Phase 18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkelheit (18/6). Zur Blüteeinleitung wird auf 12 Stunden Licht, 12 Stunden Dunkelheit (12/12) umgestellt. Autoflower-Sorten sind davon unabhängig und blühen unabhängig vom Lichtzyklus.

Wie nah darf die Lampe an der Pflanze hängen?

Das hängt von Lampenleistung und -typ ab — als Richtwert gilt: Halte die Hand über die Blüten, spürst du nach 30 Sekunden deutliche Hitze, hängt die Lampe zu nah. Für eine genaue Berechnung nutze unseren PPFD-Rechner mit deinen konkreten Lampendaten.

Was passiert, wenn während der Dunkelphase Licht auf die Pflanze fällt?

Schon kurze Lichteinstrahlung während der Dunkelphase in der Blüte kann die Pflanze verwirren und Stress auslösen — im schlimmsten Fall bildet sie männliche Blüten (Zwitterbildung) als Stressreaktion. Die Dunkelphase muss deshalb wirklich vollständig dunkel sein.

Kann zu viel Licht der Pflanze schaden?

Ja, zu intensives Licht auf zu kurzem Abstand verursacht Lichtverbrennung — helle, ausgebleichte Blattspitzen an den obersten, lichtnächsten Blättern. Mehr Licht ist nicht automatisch besser, die richtige Balance zwischen Abstand und Intensität zählt.